in Falkensee zuhause

Falkensee und das Havelland in Wort und Bild

Finkenkrug - 

                 ist ein Ortsteil von Falkensee

 

Grafik selbst erstellt I.K.

 

Der schönste Ortsteil von Falkensee wird sich durch umfangreiche Baumaßnahmen zum Leidwesen vieler Finkenkruger Bürger verändern:

                                       Grafik versinnbildlicht meine Aussage

Mit meiner Dokumentation möchte nicht nur die Schönheiten des Ortsteils Finkenkrug und deren Umgebung zeigen, sondern auch mit kritischen Anmerkungen betonen, was uns, den Bürgern und Bürgerinnen nicht gefällt. Infolge des Ausbaus der Anliegerstraßen werden Bäume gefällt, die bei umsichtiger und schonender Bauweise erhalten werden können.  Bürger beschweren sich immer öfter bei der Baumschutzgruppe Finkenkrug und erbitten Unterstützung wenn es um das Fällen  erhaltenswerter alter Bäume geht... Zwei große Bauvorhaben am Bahnhof Finkenkrug und im Wachtelfeld sorgen für Unmut, denn damit sind wieder umfangreiche Baumfällungen verbunden...

 

kleine Chronik zur Entstehung von

             Finkenkrug

  • vor  1846 (in diesem Jahr wurde die Bahnstrecke Berlin-Hamburg eröffnet) war Finkenkrug eine erlenbuschreiche Bruchlandschaft, menschenleer, Waldgebiete mit Äckern durchsetzt
  • die Felder gehörten dem Rittergut Seegefeld
  • Jägerhaus, Schäferei, umgeben von Feldern und einem kleinen Teich bildeten das idyllische Vorwerk Seegefeld
  • um 1710 existierte am Rande des Bredower Forstes die Teerofensiedlung "Alter Finkenkrug"
  • Theodor Fontane schrieb über den "Alten Finkenkrug"  und machte ihn somit zum Ausflugsort der Berliner
  • Immer mehr Berliner zog es sonntags in diese ländliche Idylle
  • 1892 Errichtung eines Bahnhofsrestaurants im Bahnhof Finkenkrug  (heute Bolzplatz)
  • 1893/94 entstand das Gartenrestaurant "Neuer Finkenkrug" gegenüber dem Bahnhof (heute Parkplatz)
  • Der Gründer von Finkenkrug, Bernhard Ehlers (1848-1919) erwarb 1888 das Rittergut Seegefeld und begann mit dem Bau einer Kolonie von 30 Villen in der Nähe des Bahnhofs Finkenkrug.
  • 1895 entstanden die ersten Häuser
  • Ehlers verkaufte Grundstücke an die Deutsche Ansiedlungsbank in Berlin-Halensee, diese erstellte einen Siedlungsplan.
  • der 1903 genehmigt wurde - auch für einen Friedhof, eine Schule und die Kirche und einen Platz für ein Rathaus, ein Gefängnis und ein Feuerwehrhaus
  • 1903 wurde eine Verein zur Förderung von Neufinkenkrug gegründet, eine Schule wurde gebaut und der Rohrbecker Weg gepflastert.
  • 1905  zählte Finkenkrug 163 Einwohner
  • 1908 zählte man bereits 650 Einwohner

    Gedenktafel am Havelländer Weg kurz vor Einmündung in die Karl-Marx-Straße

     

     

    (Texte aus Prospekten u. Zusammenkünften mit vielen Bürgern  in Finkenkrug, meine Bekannte, Fr. Paul, ist nicht nur eine große Baumschützerin - sie hat auch über das Landjugendheim geschrieben und ein Buch veröffentlicht, sie hat mir viel über Finkenkrug erzählt))


    • 1921 gründeten Anna von Gierke und Martha Abicht das Landjugendheim Finkenkrug  am Havelländerweg (heute modernes Wohngebiet mit Arztpraxen)
    • Das Landjugendheim entwickelte sich zu einer sozialpädagogischen Einrichtung, die von Alice Bendix und später von Isa Gruner geleitet wurde.

     Ziel des in 2000 gegründeten 

    "Bürgerverein Finkenkrug" 

    Pflege, Erhalt und Ausbau des Ortsteils Finkenkrug unter besonderer Beachtung der geschichtlichen, kulturellen und denkmalgerechten Behandlung der alten Siedlung Kolonie Finkenkrug von 1899.

     

     

    Schauen wir uns den Ortsteil ein wenig näher an:


     "hochherrschaftliches" Hotel 

    vom Havelländer Weg kommend gelangt man in die Karl-Marx-Straße. Zunächst führt die Straße durch ein Waldgebiet, vorbei am Hotel Kronprinz. Kurz vor der Unterführung zum Bahnhof Finkenkrug liegt linksseitig die Forstschule Finkenkrug.



    Diese schöne Jugenstilvilla ließ König Friedrich Wilhelm II für seinen Sohn als Sommer-Residenz errichten.  Die Nähe zu Berlin und zu Wilhelmine Enke waren wohl mit Bedacht gewählt...

    Später wurde die Residenz als Hotel genutzt und in zurückliegenden Jahren hat man die Villa liebevoll nach altem Vorbild restauriert.

     Der Kronprinz ist bekannt für Gemütlichkeit, Gastfreundlichkeit, schmackhafte Gerichte und bunte Veranstaltungen rund um das Jahr.

    Wir kehren manchmal ein...

     

    Forstschule

    In der Forstschule bin ich gern zu Gast. Hier hat die Baumschutzgruppe in 2014 eine "Kinderakademie" durchgeführt

    mehr dazu unter

    www.meine-baum-page.eu







    Bahnhof Finkenkrug

     am Bahnhof Finkenkrug angekommen...

    Blick in die nebelverhangene Karl-Marx-Straße vom Bahnhof aus gesehen

    Blick vom Bahnsteig in die Karl-Marx-Straße mit dem jetzigen Penny-Mark

    Regionalbahn  Richtung  Nauen 

    Regionalbahn Richtung Berlin


    Unsere Bahnhöfe in Falkensee sind oben offen, was uns die Möglichkeit gibt, Himmelsschauspiele zu beobachten, oder die Sonne zu genießen. Nur bei Regen drängelt sich alles unter der einzigen kleinen "Wartebox"...

    Diese Offenheit stört uns nicht, wichtig ist uns die pünktliche An- und Abfahrt des Regionalexpresses

    Viele Bürger pendeln täglich zur Arbeit nach Berlin, Potsdam, Nauen und anderen Orten - zur Berufszeit sind die Züge "rammelvoll" ...

     

    ...und bleiben auf der Karl-Marx-Straße, die uns direkt zur Mittelpunkt des Ortsteils führt: Zum


    Pfarrer-Vogt-Platz mit der eindrucksvollen Kirche

    Gotteshaus der Evangelischen Kirchengemeinde Neufinkenkrug (Frühjahr 2017)

    Das Gotteshaus wurde nach Plänen des Architekten Robert Wilsdorf (Finkenkruger Bürger) gebaut.

    Am 31. Oktober 1926 weihte der Generalsuperintendent Otto Dibelius das Gotteshaus ein   (Blick auf das Eingangsportal)

    Altar mit wunderschönen Fensterbildern...

    auf der Empore (links) finden auch Ausstellungen statt

    Weihnachtsmarkt 2013 - Die Weihnachtsmärkte rund um die Finkenkruger Kirche sind die schönsten in Falkensee. Die Baumschutzgruppe beteiligt sich jährlich mit einem Stand, welchen ich auch oft betreut habe.

    Trotz Schneetreiben kamen die Finkenkruger zu "Ihrem" Weihnachtsmarkt

    Weihnachtsmarkt im Dezember 2014

    Holz wird immer wieder nachgelegt

    Weihnachtsmarkt Dezember 2016

    Weihnachtsmarkt Dezember 2017 (ein eiskalter Sonnentag, gegen 16 Uhr war ich ein "Eisklotz" und musste den Stand verlassen)

    Der Platz um die Kirche wird gepflastert - einige Bäume mussten weichen - der Platz sieht schöner aus und hat auch an Aufenthaltsqualität gewonnen. Diese Meinung teilen nicht alle Finkenkruger Bürger.

    Ein aufmerksamer Naturliebhaber aus Finkenkrug hat die Bauarbeiten am Platz kritisiert, weil keine wurzelschonende Handgrabungen im Bereich der Buche vorgenommen und der schöne alte Baum infolge maschineller Bodenbearbeitung möglicherweise im Wurzelbereich geschädigt wurde.



    Neubau am Pfarrer Vogt Platz

    ländliche Idylle in Neu Finkenkrug

     weiter führt unser Weg  über die Böcklinstraße zum Lindenweiher

     Der Lindenweiher, einst Badestelle der Finkenkruger Bewohner, wurde im Frühjahr 2018 vom Verein "Lindenweiher Finkenkrug e.V." von Unrat und Wurzelwerk befreit. Spaziergänger entsorgen immer wieder ihren Mist in Büsche und Uferzone. Es ärgert auch, wenn Bürger die Enten füttern. Das Brot bleibt entweder am Ufer liegen oder es vergammelt im Wasser...

    Der Verein will auch die Brücke neu streichen... 

    Blick auf die Häuser in der Rembrandstraße

     https://www.meine-baum-page.eu/Lindenweiher/  mehr unter diesem Link, zurück mit dem Browserpfeil

    von der Rembrandstraße über die Zeppelinstraße zur Moosbruchheide, weiter zum Dyrotzer Luch und dem angrenzenden Bredower Forst

      Sonnenuntergang in der Moosbruchheide

     mehr unter:  https://www.meine-baum-page.eu/Moosbruchheide/ (zurück mit dem Browserpfeil)

    Eisvogel - Wahrzeichen des gesetzlich geschützten Biotops

     auch hier sollen Villen gebaut werden... 

     Die Schafe von Herrn Kolecki "mähen" die Moosbruchheide...

     

    von der Zeppelinstraße zurück zum Dyrotzer Weg  - Eutinerstraße - Lübecker Straße gelangt man in das Luch und in den Bredower Forst.  Mit dem Fahrrad lässt sich das Gebiet wunderbar erkunden - Kraftfahrzeuge sind in den Straßen vor dem Luch zu parken.

     am Rand des Bredower Forst - rechts der Schlaggraben  (mehr unter: www.meine-baum-page.eu

    Bauernhof im Luch

    Pferde auf den Luchwiesen

    im Luch

    hier treffen Russengraben und Königsgraben aufeinander

    Bäume in Finkenkrug

     die Eiche (am Zaun) stand unter Naturschutz - die "Eule" ist nicht mehr zu sehen...


    Eichen am Elsterplatz in Finkenkrug (li. und oben)

    Buche im Biotop hinter der Volksbank

    Brücke über den Schlaggraben in der Bachstelzenstraße

    Weidengruppe am Ende der Bachstelzenstraße

    neben dem gelben haus steht eine wunderschöne alte Buche


     <---  alte  Eiche im Hof des Gemeindehauses in der Waldstraße

     

     

    Baumgruppen ( u.a. Rotbuche und Kastanie) am Bahnhof Finkenkrug                                   --->

    Diese Baumgruppe ist gefährdet, weil an dieser Stelle ein Penny-Markt gebaut werden soll   

     

     Zwei neue Bauprojekte bewegen die Finkenkruger Bürger, denn Eingriffe in den Baumbestand sind geplant - Bäume müssen weichen, weil die Discounter "Penny" und "EDEKA" expandieren wollen...

      Gaststätte am Bahnhof Finkenkrug  "Steak House"

     

    auf dem Gelände der Volksbank mit dem anschließenden Grünzug dahinter  ist  ein großes Nahversorgungsprojekt geplant.  Ein Fußwegenetz entlang des Schlaggrabens ist  vorgesehen  sowie  ausreichend Parkplätze 

     

     

    Linde am Bahnhof Finkenkrug

     

    Wieviel Grün wird dem Bauprojekt weichen müssen? 

    Linde im Sommer 2013 und oben März 2018

     

     

                                      

    Grünzug/Überschwemmungsgebiet hinter dem Gelände der Voksbank...

     Überschwemmungsgebiet des Schlaggrabens im März 2018 liegt im Bereich des Bebauungsplanes..

    ...entsprechend der Begründung zum Bebauungsplan "F71 Zentrum Finkenkrug" soll das Überschwemmungsgebiet erhalten bleiben. 

    Die beiden Kleingewässer unterliegen dem Biotopschutz, weil Frösche, Blindschleichen, Ringelnatter, Zauneidechse, Erdkröte hier vorkommen 

     

     

     

     

    Hoffentlich verschwinden auch die Deckecken am derzeitigen Parkplatz neben der Volksbank

     

     

      

     

     

     (die Unterlagen zum Vorhaben F71 können im Internet auf dem Stadtporttal nachgelesen werden) 

     

     

    Projekt EDEKA folgt

     

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